AKTUELLES / CURRENT ISSUES

Vortrag mit anschließendem Workshop

Ver/Kleidung in Un/Ordnung, Dress Codes und Körpernormen als Gegenstand ästhetischer Bildung

mit Prof. Dr. Nanna Lüth (Universität der Künste, Berlin)

am 21. November 2017 von 16 – 19 Uhr im Kunsthistorischen Institut, Westring 423, Kiel

Studierende des Faches Kunst (Profil Lehramt), der Kunstgeschichte und Kunst, alle Lehrenden sowie weitere Interessierte sind herzlich willkommen.

Wir bitten um eine kurze Anmeldung an sahle@kunstgeschichte.uni-kiel.de. Die Veranstaltung ist auch über Formix unter der Veranstaltungsnummer KUN0438 buchbar und wird Lehrkräften als Fortbildungsveranstaltung angerechnet. (Bei einer Buchung über Formix ist die zusätzliche Anmeldung per Mail nicht nötig.)

Ver/Kleidung in Un/Ordnung

Dress Codes und Körpernormen als Gegenstand ästhetischer Bildung

Seit gut zehn Jahren wird in deutschen und Schweizer Schulen verstärkt die Zulässigkeit von bestimmten Kleidungsstücken diskutiert und durch Selbstverpflichtungen oder Modeberatungen reguliert. „Hierbei werden geschlechterspezifische Körper-, Verhaltens- und Modenormen für Pädagog_innen in Kollegien abgestimmt und festgeschrieben. Den Schüler_innen hingegen werden in den meisten Fällen größere Freiräume zugebilligt, meist verknüpft mit der Erklärung, dass Kleidung ein Medium der Persönlichkeitsentfaltung sei. Die Maßstäbe, die dabei verhandelt bzw. reproduziert werden, sind geschlechtlich codiert und sexuell aufgeladen.“ (Lüth 2017, im Erscheinen)

In den USA, wo solche Dress Codes schon länger existieren, werden sie um ein Vielfaches häufiger verwendet, um Schwarze Schüler_innen zu disziplinieren als weiße (vgl. Rudd 2014). Von den Schüler_innenprotesten, die sich auch gegen die prinzipielle Sexualisierung weiblicher Teenager, die darin reproduziert wird, wenden (Bigelow 2017, www.rethinkingschools.org/articles/girls-against-dress-codes), lässt sich einiges lernen, um die Auswirkungen solcher vermeintlich oberflächlichen, weil modischen Einschränkungen zu berücksichtigen.

Angesichts dieser Beobachtungen stellt sich die Frage: Wie lässt sich die Auseinandersetzung mit Aussehen, Kleidung und Körperlichkeit produktiv machen für eine antidiskriminierende, ästhetische Bildungsarbeit? Anschießend an eine kulturwissenschaftliche Einführung von Begriffen wie Style oder Drag werden Projektbeispiele und didaktische Materialien vorgestellt, die die lustvoll-kritische Bearbeitung von Dress Codes und Körpernormen ermöglichen. Einzelne Bausteine daraus können vor Ort erprobt und diskutiert werden.

Der Klick-Modus. Über Bilder sprechen

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Eva Sturm (Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg) am 15. Dezember 2017 von 14 bis 16 Uhr im Audimax, Hörsaal A, CAP2, 24118 Kiel

(Im Rahmen des PerLe-Projektes Bild und Sprache – Sprache und Bild)

Bild und Sprache – Sprache und Bild (Wintersemester 2017/18)

In dieser fächerverbindenden Lehr-Lern-Innovation zwischen den Fächern Kunst und Deutsch geht es darum, das Wechselverhältnis von Bild und Sprache im fachlichen und fachdidaktischen Kontext auszuloten. Hierfür werden drei bis vier Lehrveranstaltungen der Fachdidaktik Kunst (Kunsthistorisches Institut) und der Didaktik der deutschen Sprache (Germanistisches Seminar)interdisziplinär konzipiert und die jeweiligen Fachperspektiven über gemeinsame Veranstaltungen eingebracht. Die Vernetzung erfolgt des Weiteren über aufeinander bezogene Aufgabenstellungen zu Bild-Sprache-Beziehung und über die Arbeit in Tandems. Die Ergebnisse werden von den Studierenden bei einem Studientag einem Expertenteam vorgestellt und mit diesem diskutiert.

(Gefördert von PerLe, Perle mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, weitere Informationen in Kürze)

AKTUELLE PROJEKTE

Nachhaltigkeit mit Filmen vermitteln. Eine fächerverbindende Lehrveranstaltung von Biologie und Kunst (Sommersemester 2017)

Im interdisziplinären Austausch zwischen Kunst und Biologiedidaktik wurden neue Möglichkeiten der Vermittlung komplexer Zusammenhänge nachhaltiger Entwicklung am Beispiel „Wasser“ entwickelt, erprobt und reflektiert. Studierende beider Fächer erstellten in Tandems Animationen zum Konzept ‚Nachhaltigkeit’ und reflektieren die Zusammenarbeit, den Themenkomplex und den Arbeitsprozess in Prozessportfolios. Ziel der gemeinsamen Lehrveranstaltung war das Kennenlernen unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen, der Perspektivwechsel auf einen Themenkomplex und der wechselseitige Austausch von Wissen, Erfahrung und Können im Hinblick auf zukünftige berufliche interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Bildung für nachhaltige Entwicklung. (Friederike Rückert)

(Gefördert von Perle mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.) Zum ausführlichen Bericht

Bewegte Welt // bewegte Bilder

Tagung // Kompetenzzentrum für Kunstpädagogik // Kunsthistorisches Institut // CAU Kiel // 8./9. Juni 2017 // Audimax der CAU Kiel, Hörsaal A

Ein großer Teil dessen, was Kinder und Jugendliche von der Welt sehen und kennen, wird ihnen medial über Bewegtbilder vermittelt. Seit einigen Jahren sind sie zudem in der Lage, sich selbst an der globalen Bewegtbildproduktion zu beteiligen, indem sie beispielsweise selbst erstellte Filme über Onlineplattformen und soziale Netzwerke distribuieren. Die technologischen Entwicklungen stellen die Kunstpädagogik und andere Fachdisziplinen, die sich dem übergreifenden Auftrag der Film- und Medienbildung stellen, vor neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. Durch einen multiperspektivischen Blick auf das Themenfeld sowie die Verzahnung von Ansätzen aus Theorie und Praxis unternahm die Tagung den Versuch, sich dem pädagogischen Potenzial des Bewegtbildes von mehreren Seiten anzunähern.

Vorgestellt wurden best practice-Beispiele und Lehrinnovationen, theoretische Konzeptionen und praktische Umsetzungen auf Schul-, Studien- und Wissenschaftsebene. Unter den Referent* innen befanden sich profilierte Wissenschaftler* innen, Lehrer* innen, Student* innen und Filmemacher* innen aus Deutschland, Dänemark und Norwegen. (Konzeption und Ansprechpartnerin: Friederike Rückert)

Zum Tagungsbericht
Zum Tagungsprogramm: Folder_Bewegte Tagung_web