Vorträge / Lectures

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Bilder im Entstehen: Forschung zur visuellen Responsivität
Prof. Dr. Andrea Sabisch (Universität Hamburg)

Vortrag und Diskussion
4. Dezember 2018, 18:00 Uhr,
Adelbert-Matthaei-Hörsaal (Raum 214)
Kunsthistorisches Institut
Wilhelm-Seelig-Platz 2 / Eingang: Westring 423
24118 Kiel

Die Veranstaltung wird vom PerLe-Fond, Projekt für erfolgreiches Lehren und Lernen, gefördert.
Weitere Informationen in der Einladung Bilder im Entstehen
Kontakt: Martina Ide   ide@kunstgeschichhte.uni-kiel.de

Ein Beitrag aus studentischer Sicht:

Andrea Sabisch hat uns in ihrem Vortrag „Bilder im Entstehen – Forschung zur visuellen Responsivität“ das Thema Bilderfahrung und das „Antworten auf Bilder“ durch einen theoretischen Input und Beispiele aus ihrer Forschungspraxis nähergebracht. Aspekte wie der Moment der Irritation, Schwierigkeiten der Versprachlichung und Verkörperung von Bildeindrücken sowie Intersubjektivität waren besonders interessant für die zukünftige eigene Unterrichtspraxis. Im anschließenden Workshop wurden die Inhalte vertieft und unsere Freude wurde geweckt mit Schüler*innen Gespräche über Bilder zu führen.


Der Klick-Modus. Über Bilder sprechen

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Eva Sturm (Carl von Ossietzky Universität, Oldenburg) am 15. Dezember 2017 von 14 bis 16 Uhr im Audimax, Hörsaal A, CAP2, 24118 Kiel. (Im Rahmen des PerLe-Projektes Bild und Sprache – Sprache und Bild)


Ver/Kleidung in Un/Ordnung, Dress Codes und Körpernormen als Gegenstand ästhetischer Bildung

Vortrag mit anschließendem Workshop
mit Prof. Dr. Nanna Lüth (Universität der Künste, Berlin) am 21. November 2017 von 16 – 19 Uhr im Kunsthistorischen Institut, Westring 423, Kiel

Ver/Kleidung in Un/Ordnung

Dress Codes und Körpernormen als Gegenstand ästhetischer Bildung

Seit gut zehn Jahren wird in deutschen und Schweizer Schulen verstärkt die Zulässigkeit von bestimmten Kleidungsstücken diskutiert und durch Selbstverpflichtungen oder Modeberatungen reguliert. „Hierbei werden geschlechterspezifische Körper-, Verhaltens- und Modenormen für Pädagog_innen in Kollegien abgestimmt und festgeschrieben. Den Schüler_innen hingegen werden in den meisten Fällen größere Freiräume zugebilligt, meist verknüpft mit der Erklärung, dass Kleidung ein Medium der Persönlichkeitsentfaltung sei. Die Maßstäbe, die dabei verhandelt bzw. reproduziert werden, sind geschlechtlich codiert und sexuell aufgeladen.“ (Lüth 2017, im Erscheinen)

In den USA, wo solche Dress Codes schon länger existieren, werden sie um ein Vielfaches häufiger verwendet, um Schwarze Schüler_innen zu disziplinieren als weiße (vgl. Rudd 2014). Von den Schüler_innenprotesten, die sich auch gegen die prinzipielle Sexualisierung weiblicher Teenager, die darin reproduziert wird, wenden (Bigelow 2017, www.rethinkingschools.org/articles/girls-against-dress-codes), lässt sich einiges lernen, um die Auswirkungen solcher vermeintlich oberflächlichen, weil modischen Einschränkungen zu berücksichtigen.

Angesichts dieser Beobachtungen stellt sich die Frage: Wie lässt sich die Auseinandersetzung mit Aussehen, Kleidung und Körperlichkeit produktiv machen für eine antidiskriminierende, ästhetische Bildungsarbeit? Anschießend an eine kulturwissenschaftliche Einführung von Begriffen wie Style oder Drag werden Projektbeispiele und didaktische Materialien vorgestellt, die die lustvoll-kritische Bearbeitung von Dress Codes und Körpernormen ermöglichen. Einzelne Bausteine daraus können vor Ort erprobt und diskutiert werden.