2017 Bewegte Welt // Bewegte Bilder

Ein großer Teil dessen, was Kinder und Jugendliche von der Welt sehen und kennen, wird ihnen medial über Bewegtbilder vermittelt. Seit einigen Jahren sind sie zudem in der Lage, sich selbst an der globalen Bewegtbildproduktion zu beteiligen, indem sie beispielsweise selbst erstellte Filme über Onlineplattformen und soziale Netzwerke distribuieren.

Die technologischen Entwicklungen stellen die Kunstpädagogik und andere Fachdisziplinen, die sich dem übergreifenden Auftrag der Film- und Medienbildung stellen, vor neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. So sind inzwischen filmische Raritäten online verfügbar geworden, die man über Jahrzehnte kaum beschaffen konnte. Lehr- oder Lernfilme können nicht mehr nur didaktisch nutzbar gemacht, sondern von den Lernenden selbst hergestellt werden. Die Multifunktionalität der digitalen Endgeräte macht diese zu Aufnahme-, Bearbeitungs- und Wiedergabemedien in einem, mit denen Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationen oder auch Mischformen rezipiert, aber auch produziert werden können.

Bedingt durch diesen Wandel stellt sich umso mehr die Frage nach nötigen Veränderungen sowie nach grundsätzlichen Konstanten im Umgang mit Bewegtbildern. Durch einen multiperspektivischen Blick auf das Themenfeld sowie die Verzahnung von Ansätzen aus Theorie und Praxis unternahm die Tagung den Versuch, sich dem pädagogischen Potenzial des Bewegtbildes von mehreren Seiten anzunähern. Vorgestellt wurden best practice-Beispiele und Lehrinnovationen, theoretische Konzeptionen und praktische Umsetzungen auf Schul-, Studien- und Wissenschaftsebene. Unter den Referent* innen befanden sich profilierte Wissenschaftler* innen, Lehrer* innen, Student* innen und Filmemacher* innen aus Deutschland, Dänemark und Norwegen. Eine Publikation zur Tagung befindet sich aktuell in Erarbeitung. (Konzeption und Ansprechpartnerin: Friederike Rückert)

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Bewegte Welt // bewegte Bilder

Conference, Kiel University, 8th and 9th of june 2017

A large proportion of what children and teenagers see and know of and about the world is presented to them via moving images. Since recent years, they also participate in the world-wide production of moving images by creating and distributing clips for online communities and social networks.

Today’s technological developments are challenging Art education and other professions dealing with film and media education, and offer prospects as well as challenges. Cinematic rarities, for example, which were all but impossible to screen for decades, are now available online. Educational films cannot only be used in educational contexts but also be created by students themselves. Today’s multi-functional digital devices are at the same time recording and editing tools as well as screens and allow the production of feature films, documentaries, animation films or mixed media products and their reception.

These developments call for a new approach when it comes to dealing with the moving image. The conference examines the pedagogical potential of the moving image through varied perspectives and interconnecting practice and theory.

Best practice examples, innovations in teaching as well as theoretical concepts and practical examples from schools, universities and research contexts will be presented. Contributors to this conference are distinguished researchers, teachers, students and filmmakers from Germany, Denmark and Norway. (Contact: Friederike Rückert)

Full programme available here