Praxis Schule / „Praxis Schule“ (School practice)

Im Labor „Praxis Schule“ werden  unter anderem neue Unterrichtsformen unter Anleitung praxisnah konzipiert und erprobt. Hier werden in enger Begleitung durch die Lehrkräfte Unterrichtsformate konzipiert, reflektiert und anschließend mit Schülergruppen und Studierenden erprobt. Der geschützte Raum des Labors ermöglicht es, neue Formate zu entwickeln und mit den Studierenden eine kritische Wahrnehmung ihrer didaktischen Stärken und Spezifika zu erarbeiten. Dafür werden Lehrsituationen z. B. videografiert und anschließend intern unter den Beteiligten ausgewertet. Ergänzend zur Arbeit im Labor für Kunstdidaktik kooperiert das Kompetenzzentrum für Kunstdidaktik mit mehreren Kieler Gymnasien und nutzt den Erfahrungsraum Schule für die Erprobung und Evaluation ausgearbeiteter Unterrichtsmodelle. In Abstimmung mit den Anforderungen der Ausbildung am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH) wird eine Grundlage für die zweite Ausbildungsphase geschaffen.

In the „Praxis Schule“ laboratory among other things, new forms of instruction are conceived, conceived and tested as practically as possible. Under expert guidance, teachers develop, reflect upon and then test lesson formats on groups of pupils and students. The protected space of the laboratory makes it possible to develop new formats and to work with the students on a critical perception of their didactic strengths and specifics. To do this, teaching situations are e.g. videoed and then evaluated among the participants internally. In addition to the  work  in the laboratory for art didactics, the Centre of Excellence cooperates with a number of secondary schools in Kiel and uses the experience of school practice to test and evaluate the developed teaching models. This creates a basis for the second training phase of future Art teachers in collaboration with the requirements of training courses at the Institute for Quality Development in Schools in Schleswig-Holstein (IQSH).

2017 Mutter Natur und Superman – wir retten die Welt – Gestaltung eines Comics

Grönlands Eisberge schmelzen, Holland ist bald das zweite Atlantis, Schnee-und Sandstürme geben sich in den USA ‚die Klinke in die Hand‘, und immer neue Riesenwellen jagen auf Asien zu. Nach der Klimakonferenz 2016 soll sich etwas ändern. Aber nicht allein „die da oben“ müssen was tun. Es fängt im Kleinen an: bei uns. Wir zeichnen Comics und suchen uns inspiriert durch die Natur einen Helden. Unseren ganz persönlichen Helden. Jeder braucht so einen. Dieser wird gegen Umweltkatastrophen kämpfen, Naturverschmutzung verhindern … DIE WELT RETTEN! (unter Leitung von Gregor Hinz, Johanna Ludwig und Ellen Heider. Mit Unterstützung von Prof. Dr. Kerstin Kremer (IPN), Dr. Susanne Schwertfeger (Kunsthistorisches Institut) und Friederike Rückert)

2017 Forschungslabor Eye-Tracking: Unvorbereitetes und vorbereitetes Sehen

Die Kunstpädagogik hat ein großes Interesse daran, wie Bilder wahrgenommen werden, um daraus ggf. neue Erkenntnisse für den Vermittlungsprozess von Kunst im schulischen Kontext abzuleiten. Die Methode des Eye-Tracking ermöglicht Blickbewegungen zu registrieren, so dass Bildzonen ermittelt werden können, die ein Betrachter besonders interessant findet. In einer Laborsituation mit Studierenden und Schülerinnen und Schülern wurde in einem ersten Setting das Blick- und Wahrnehmungsverhalten auf verschiedene, bis dato unbekannte Bilder erfasst und die Bildwahrnehmungen durch Fragen ergänzt. Abschließend wurden die Erfahrungen der beiden Gruppen miteinander vergleichend bewertet. Erste didaktische Ansätze für eine veränderte Vermittlung von Bildern wurden von den Studierenden direkt im Anschluss an die Erfahrung formuliert und mit den Schülerinnen und Schülern erprobt. (Martina Ide)

2017 Sprechen über Bilder – RAUMSKIZZEN

Im Seminar wurde die Reflexion über Lehren und Lernen kunstwissenschaftlicher und künstlerisch-praktischer Konzepte vertieft und fachliches Wissen, künstlerisch-praktisches Können und konzeptuelles Planen auf Bildungs- und Erziehungsprozesse bezogen. Dabei stand exemplarisches Lernen mit Vertiefungsaspekten in einem thematischen Bereich und die Anleitung zum Transfer im Vordergrund, um die Studierenden auf die zweite Ausbildungsphase mit eigenverantwortlicher Lehre an der Schule vorzubereiten. In Kooperation mit einem Kieler Gymnasium wurde ein Fachtag zum Thema RAUMSKIZZEN entwickelt, arbeitsteilig umgesetzt und aus fachdidaktischer Perspektive reflektiert. (Martina Ide)

2016 Ein Gerüst für die Sprache
Durchgängige Sprachbildung in einem entwurfsbezogenen Architekturworkshop an einer GrundschuleIn einem dreitägigen, ganztägigen, Workshop im WiSe 2016/17 leiteten Studierende des Faches Kunst, gemeinsam mit Prof. Rainer W. Ernst, Simon Kühl und Friederike Rückert Kinder einer Grundschule darin an, Häuser zu bauen, in denen man gemeinschaftlich wohnen kann. Da die Gruppe aus Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren mit unterschiedlichem bildungssprachlichem Vermögen bestand – von sprachlichen Seiteneinsteigern, über Kinder mit Migrationshintergrund, bis hin zu Muttersprachlern – wurde der Workshop genutzt, um nach dem Prinzip des ‚Scaffolding‘ Hilfestellungen zum Erwerb von Bildungssprache zu geben. In allen Arbeitsschritten wurden individuelle Maßnahmen zur Möglichkeit einer zunehmenden Elaborierung von Sprache getroffen. Hierbei wurden sowohl die Alltagssprache der Kinder, als auch ihre ‚Spielsprache‘, die jeweilige Muttersprache, die ‚Schulsprache‘ und die Fachsprache der Architektur berücksichtigt. Der Workshop wurde beim Wettbewerb „Wie wollen wir morgen wohnen?“ von der ARGE Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen am 19.07.2017 mit dem 1. Preis in der Kategorie „Prozess und Ergebnis“ ausgezeichnet. (Friederike Rückert)
2016 Architektur + Schule

Im Rahmen von 5 Veranstaltungen wurden an ausgewählten Beispielen und Epochen Fragen der Vermittlung von Architektur in Schule thematisiert. Praktische Übungen unter Einbezug des außerschulischen Lernortes gaben Anregungen zur Erforschung von Raum und Raumgestaltung mit dem Ziel, Einblicke in die formalen und künstlerischen, wie auch in die sozialen und lebenspraktischen Aspekte von Architektur und Stadtplanung zu gewinnen und ein kulturelles Verständnis für andere Lebens- und Gestaltungsformen als wichtige Voraussetzungen für ein gestalterisches Handeln zu vermitteln. Im Fokus stand, ästhetische Bildung im Sinne der Wahrnehmung als eine wichtige Grundvoraussetzung für die Entwicklung einer eigenen kritischen Haltung und eines kreativen und verantwortungsvollen Umgangs mit unserer gebauten Umwelt zu begreifen. Von Studierenden wurden Bausteine für den Unterricht konzipiert und im Rahmen eines Fachtages mit Schülerinnen und Schülern realisiert. (Martina Ide)

2016 Was bedeutet Differenzierung im Kunstunterricht?
Studierende lehren Animationsfilm in einer 5. KlasseUm dem Problem der Standardisierung im Spannungsverhältnis zu Heterogenität, Differenzierung und Inklusion an der Schule praxisorientiert begegnen zu können, wurden Studierende des Studienfaches Kunst, Profil Lehramt, im Rahmen des Seminars „Kunstunterricht in der Praxis“ im WiSe 2015/16 angeleitet, differenzierenden Unterricht für eine fünfte Klasse zu planen, zu erarbeiten, zu realisieren und zu evaluieren. Die Studierenden setzten die Einheit „Ich werde zum Tier!“ in der „Kunstklasse“ der Käthe-Kollwitz-Schule Kiel um. (Friederike Rückert)
2015 Performative turn: Zur Vermittlung des Performativen im Kunstunterricht

Wie können Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung mit performativen Prozessen erfahren, dass Kunst vielschichtig und interdisziplinär ist? Wie lernen sie, Erfahrungen mit der Welt experimentell und prozessorientiert sowie durch die Verwendung unterschiedlichster Materialien und Medien zu gestalten? Wie können Orte in beziehungsreiche Zusammenhänge gesetzt und neu interpretiert werden? Im Sommersemester 2015 analysierten Studierende Konzepte performativer Kunst, diskutierten Potenziale der Vermittelbarkeit performativer Praxis in Schule und entwickelten inhaltliche Möglichkeiten und Methoden unterrichtlicher Vermittlung, die die Grundelemente Zeit, Raum, Körper und Interaktion prozessual erfahrbar machen sollten. Konzipiert, realisiert und reflektiert wurde ein performatives Projekt im Stadtraum Kiel. (Martina Ide)

2015 Identität im Übergang: KÖRPERverKÖRPERT.

Im Kontext von fachlichem Wissen, künstlerisch-praktischem Handeln und konzeptueller Planung richtete sich die thematische Auseinandersetzung auf Ich-Empfindungen, Körperbilder, Umhüllungen, Maskierungen, Verletzungen, den Diskurs um Schönheit, Lifestyle und Markt, Selbststilisierung und die Frage nach der Rolle des Subjektes zwischen Realität und Erfindung, Ich und Alter-Ego in digitalen Welten. Mit Bezug auf ausgewählte künstlerische Arbeiten wurde ein Nachdenken über Identitätskonstruktionen initiiert und – als Vorbereitung auf das Masterpraktikum – eine Unterrichtseinheit zum Thema KÖRPERverKÖRPERT kompetenzorientiert geplant, von den Studierenden in Form von Team-Teaching an einem Kieler Gymnasium durchgeführt und hinsichtlich der kunstpädagogischen Relevanz vertiefend reflektiert. (Martina Ide)

2014 Was bewegt uns? Einwöchiger Workshop zur Kreideanimation mit einer 10. Klasse

In Zusammenarbeit von Christian-Albrechts-Universität und Muthesius Kunsthochschule leiteten Studierende und Lehrende der beiden Institutionen im Team eine 27-köpfige Lerngruppe einer 10. Klasse eines Gymnasiums in den Räumen der Kunsthochschule in der Umsetzung von Kreideanimationen an. In einem ersten Schritt wurde der Animationsfilm definiert, in einem Exkurs in seiner historischen Entwicklung im Kunstunterricht betrachtet und schließlich didaktisch reduziert. In einem zweiten Schritt wurde das Werk von William Kentridge als besonders geeignet für die Schulung rezeptiver wie produktiver ‚Bewegtbildkompetenz‘ ausgewählt. Vorhandenes Lehrmaterial zum Künstler und seinem Werk wurde herangezogen und schließlich eine eigenständige Konzeption, angelehnt an das 2002 von Alain Bergala erarbeitete Filmvermittlungskonzept „Kino als Kunst“, entwickelt. Im dritten Schritt wurde die konzipierte Unterrichtseinheit durchgeführt und evaluiert. Die Studierenden setzten hierbei individuelle Schwerpunkte in der Durchführung und gingen eigenen Forschungsfragen nach. (Friederike Rückert)

Literatur: Rückert, F.(2016): Kunstdidaktik im Spannungsfeld von universitärer Theorie und schulischer Praxis. Am Beispiel einer Unterrichtseinheit zum Animationsfilm, in: Aktuelle Positionen der Kunstdidaktik, hg. v. Ide, M. u.a., München, 33–56.

2013 Bildzugänge.
Erprobung verschiedener „Bildzugänge“ in der Kunsthalle zu KielIm Rahmen des Seminars „Kunstunterricht in der Praxis“ im Wintersemester 2013/14 erprobten Studierende des Faches Kunst, Profil Lehramt, in der Kunsthalle zu Kiel mit einer 5., einer 8. und einer 11. Klasse verschiedene „Bildzugänge“ (Schoppe 2011) und erforschten die jeweils darin liegenden Potenziale. Hierbei ging es auch darum, herauszufinden, wie man einen Museumsbesuch sinnvoll vor- und nachbereitet und in den Unterricht integriert. (Friederike Rückert)
 2013 Das Haus der Farben
Durchgängige Sprachbildung im Fach Kunst. Am Beispiel einer Unterrichtseinheit zur Farbwirkung in einer 5. KlasseIm Wintersemester 2013/14 hospitierten Studierende im Kunstunterricht einer 5. Klasse und konnten verfolgen, wie eine der Studierenden eine empirische Forschung im Rahmen ihrer MEd-Thesis im Unterricht durchführte. Hierbei ging es darum, der ästhetischen Urteilsfähigkeit der Jugendlichen im Bezug auf Farbwirkung, Farbempfindung und Assoziationen zu Farbtönen nachzugehen und sie zu fördern.
Dazu wurden in einer speziell für die Untersuchung konzipierten Unterrichtseinheit sprachmethodische Wege beschritten, um sich über Farbe differenziert zu unterhalten und Farbklischees zu vermeiden. Die Erforschung der Wirksamkeit sprachfördernder Methoden diente nicht ausschließlich der Sprachbildung, sondern vor allem der besagten kunstpädagogischen Zielorientierung, dass eine persönliche Farbbeurteilung durch Argumente objektiviert wird, somit für einen selbst und andere nachvollziehbarer. Auch die Beurteilung von Phasen gestaltenden Handelns durch die Schülerinnen und Schüler selbst, in denen es um das Herstellen von Farbtönen ging, sollten ermöglicht werden.Literatur: Kreye-Gilbrich, M. & Rückert, F. (2015): Das Haus der Farben. Raumwirkung durch Farben, in: Kunst und Unterricht, Szenische Räume (389+390), 34–35.Link zur Liste der AbschlussarbeitenLink zum Leitfaden zu den Fachanforderungen Kunst Schleswig-Holstein (Mira Kreye-Gilbrich und Friederike Rückert)