Interdisziplinäre Lehr-Lern-Formate

 

Bild und Sprache – Sprache und Bild

Ein fächerverbindendes Lehr-Lern-Experiment der Studienfächer Kunst Profil Lehramt, Kunstgeschichte und Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik, durchgeführt im Wintersemester 2017/18, gefördert vom PerLe-Fond, Projekt für erfolgreiches Lehren und Lernen.
Der Fonds für Lehrinnovation der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unterstützt im Rahmen des Qualitätspakts Lehre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Qualitätsentwicklung der Lehre.

In interdisziplinär zusammengesetzten Arbeitsgruppen der Studienfächer Kunst (Profil Lehramt), Kunstgeschichte und Deutsch (Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik) erforschten Studierende das Verhältnis von Bild und Sprache – Sprache und Bild und nutzten die Möglichkeit des Perspektivenwechsels, um das Wechselverhältnis zwischen den Medien Bild und Sprache im fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Kontext auszuloten. Dabei lernten die Studierenden das Forschende Lernen als methodisches Prinzip kennen und konnten zu erster selbstständiger Forschung für Wissenschaft sensibilisiert werden. Am Thema Bild und Sprache – Sprache und Bild wurden spezifische Fragestellungen an der Schnittstelle von Linguistik, Fachdidaktik Kunst und Kunstgeschichte entwickelt und diese u.a. auch exemplarisch in der schulischen Praxis erprobt. Dabei stand insbesondere die eigene Arbeit an eingegrenzten Projekten der Materialerhebung und empirisch gesicherten Auswertung im Zentrum. Alle Gruppen visualisierten ihre Ergebnisse in Form eines wissenschaftlichen Posters und präsentierten dieses öffentlich im Rahmen eines Studientages am 26.1.2018, in den weitere externe Expertinnen und Experten als Dialogpartner/-innen der Studierenden einbezogen waren. Das Format des dialogisch angelegten Studientages gab den Studierenden Raum für die Diskussion ihrer Ergebnisse mit Wissenschaftlern, die in ihren Vorträgen gezielt auf die Poster-Präsentationen Bezug nahmen und stellt ein Beispiel der Professionalisierung der Lehre durch programmatische Öffnung nach außen – in die CAU und darüber hinaus – dar.
Vor diesem Hintergrund hat das vernetzte Lehrformat aus Sicht der Kunstpädagogik und Kunstwissenschaft dazu beigetragen, die Wirkmechanismen der Sprache und Sprachhandlung auf die Bildrezeption zu thematisieren, um sie in Gesprächen über Kunst reflektiert nutzen zu können. Aus Sicht der Sprachwissenschaft und -didaktik des Faches Deutsch besteht der Effekt vor allem im einmal geleisteten theoretisch-terminologischen Brückenbau in ein anderes Fach und der Entwicklung einer Analyse zur textuell-pictorialen (multicodalen) Schulbuchanalyse.

Weitere Informationen zum Projekt:

Videobeitrag: Gute Lehre Lehramt – dem Portal zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der CAU https://www.gute-lehre-lehramt.uni-kiel.de/praxisbeispiele/deutschkunstdidaktikkunstgeschichte/

Einfach gute Lehre-Blog
http://www.einfachgutelehre.uni-kiel.de/allgemein/bild-und-sprache-sprache-und-bild-3/

Am Projekt beteiligte Lehrende: Dr. Tobias Heinz (Projektleitung, Didaktik der deutschen Sprache, Germanistisches Seminar) und Martina Ide (Projektleitung, Kunstdidaktik, Kunsthistorisches Institut), Friederike Rückert (Kunstdidaktik, Kunsthistorisches Institut), Dr. Susanne Schwertfeger (Kunstgeschichte, Kunsthistorisches Institut), Prof. Dr. Jörg Kilian (Didaktik der deutschen Sprache und deutsche Philologie) und Dr. Diana Maak (Deutsch als Zweitsprache und fachbezogene Sprachförderung, Vertretung der Aufgaben von JProf. Dr. Inger Petersen, Germanistisches Seminar).

Studientag_Bild_und_Sprache_Sprache_und_Bild

Poster_Bild und Sprache_